Über 1000
Jahre alt
Die nördlichste Provinz des Landes, Groningen nämlich, bietet dem
Wassersportler eine Fülle an Möglichkeiten. Allein schon die gleichnamige
Provinzhauptstadt ist einen Besuch wert, denn man kann mit dem Boot beinahe bis
in das Zentrum gelangen, um diese pulsierende Metropole hautnah zu erleben.
Cruoninga, so der ursprüngliche Name der Stadt, wurde bereits vor über 1000
Jahren besiedelt. Eine lebendige Geschichte und zahlreiche Kulturdenkmäler
erwarten denn auch die Besucher. Berühmtestes Bauwerk ist der Martiniturm am
großen Markt. Er ist gleichzeitig das Wahrzeichen von Groningen und 97 Meter
hoch. Andere Sehenswürdigkeiten am großen Markt sind das monumentale Stadthaus
und nicht zuletzt der Markt selbst, der an jedem Werktag mit Ausnahme des
Mittwochs abgehalten wird. Rund um den Markt findet man gesellige Cafés, die
nicht selten von trinkfesten Studenten besucht werden, denn Groningen ist auch
Universitätsstadt. Zweifellos eines der schönsten öffentlichen Gebäude ist
der Groninger Bahnhof, der 1896 durch Isaac Gosschalk entworfen wurde. Nach
einer gründlichen Renovierung erstrahlt das Bauwerk nun wieder in neuem Glanz.
Doch Groningen ist nicht nur wegen seiner historischen Bausubstanz berühmt, sondern auch aufgrund seiner
futuristischen Architektur, die oftmals umstritten ist. Ein Beispiel ist das
neue Groninger Museum, das durch die Architekten Alessandro Mendini
(Gesamtkonzept), Michele de Lucchi (Pavillon Geschichte), Phillippe Starck
(Pavillon Neue Kunst) und Coop Himmelblau (Pavillon Bildende Kunst) entworfen
wurde. Was da auf dem Zeichenbrett entstand, wollte nicht so richtig in das
altehrwürdige Stadtbild passen. Container-Terminal, Tempel, Bunker - die
Kritiker fanden kaum mehr Worte für das, was da entstehen sollte. Doch
mittlerweile haben sich die Wogen gelegt, denn jährlich besuchen 250.000
Interessierte das Museum.

Das Lauwersmeer
Eines der beliebtesten Reviere - auf
der Grenze zwischen Friesland und Groningen - ist das Lauwersmeer. Bis zu seiner
Eindeichung im Jahre 1969 gehörte es zum Watt. Heute bietet dieser prächtige
Binnensee dem Wassersportler zahlreiche romantische Anlegestellen in wilder
Natur. Sehenswert ist Lauwersoog mit der gigantischen Entwässerungsschleuse
und dem geschäftigen Fischereihafen. Oostmahoorn, Dokkumer Nieuwezijlen und
Zoutkamp sind weitere Orte, wo es viel zu sehen gibt. In Zoutkamp beispielsweise
gibt es ein kleines Fischereimuseum, das direkt am Hafen liegt. Und wer einmal
Seehunde aus der Nähe betrachten möchte, sollte für einen Abstecher nach
Pieterburen die nötige Zeit einplanen.
Im Seehunde-Hospital vor Ort werden
kranke Seehunde, aber vor allem Jungtiere (Heuler), aufgenommen und gepflegt, um
sie später wieder in die Freiheit entlassen zu können. Wenn wir Sie neugierig
auf den Norden gemacht haben, ist das gut so, denn Groningen ist ein
erstklassiges Urlaubsziel. Klein, aber trotzdem sehenswert: Das Fischereimuseum
in Zoutkamp zeigt auf anschauliche Weise den harten Berufsalltag der
Nordseefischer.
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